Mit einer Spielsucht fertig werden – wikiHow

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3 Methoden:Dein Spielproblem anerkennenMit Spielauslösern fertig werdenHilfe und Unterstützung suchen

Pathologisches Spielen bedeutet, unfähig zu sein, das Spielen unter Kontrolle zu halten, und das kann zu psychologischen Problemen sowie zu finanziellen, beruflichen und rechtlichen Konsequenzen führen. Wie bei anderen Suchtkrankheiten kann Spielen das Belohnungssystem des Gehirns aktivieren; das macht es äußerst schwierig aufzuhören. Dennoch wirst du mit deinem Spielproblem angemessen umgehen können, wenn du das Problem anerkennst, es in den Griff bekommst, Spielauslöser unter Kontrolle hältst sowie Hilfe und Unterstützung suchst.

Methode 1

Dein Spielproblem anerkennen

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    Dein Verhalten durchschauen. Der erste große Schritt im Umgang mit deinem Problem ist zuzugeben, dass es existiert. Wenn du einmal die Anzeichen deines Problems erkennst, dann kannst du lernen, dein Verhalten zu ändern.

    • Anzeichen und Symptome eines Spielproblems sind u. a.: beim Eingehen von Spielrisiken einen Nervenkitzel spüren; mit der Zeit immer größere Einsätze wagen; vom Spielen beherrscht sein; vergangene Spielerfahrungen wieder durchleben (in der Vorstellung oder durch Geschichten erzählen); durch Spielen Problemen oder negativen Gefühlen entgehen; Schuld- oder Reuegefühle nach dem Spielen sowie wiederholte, misslungene Versuche, das Spielen einzuschränken.
    • Weitere, mit einer Spielsucht verbundene Probleme sind zum Beispiel: sich Zeit von der Arbeit oder dem Familienleben freinehmen, um zu spielen; das Spielen verheimlichen oder darüber lügen sowie Geld borgen oder stehlen, um zu spielen.
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    Die Konsequenzen deiner Spielsucht akzeptieren. Übermäßiges Spielen kann viele Probleme nach sich ziehen, einschließlich: Beziehungsprobleme, finanzielle Probleme, rechtliche Probleme, Berufssorgen (Kündigung), Drogenmissbrauch, schlechte Gesundheit sowie psychische Gesundheitsprobleme (z. B. Depression).

    • Vernachlässigst du deine Arbeit, um zu spielen? Lebst du über deine Verhältnisse und verspielst Geld, das du zur Seite gelegt hast, um die Miete, Hypothek oder andere Rechnungen zu bezahlen? Benutzt du Kreditkarten, um zu spielen? Verschweigst du, wo das Geld hingekommen ist, nachdem du gespielt hast?
    • Mach eine Liste aller Konsequenzen, denen du wegen deines Spielens ausgeliefert warst. Stelle auch fest, ob du Menschen wegen deines Spielens verletzt hast, zum Beispiel deine Familie und Freunde.
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    Die mit Spielen verbundenen Gefahren verstehen. Kennt man die mit Spielen verbundenen Gefahren, dann führt das vielleicht dazu, sich der Konsequenzen bewusst zu werden, bevor man sich fürs Spielen entscheidet.

    • Übermäßiges Spielen kann zu Depressionen, Angst, Aggressionen, erhöhter Selbstmordgefahr, Beziehungsproblemen und auf Stress beruhende Krankheiten führen.
    • Spielen erhöht auch das Stressniveau (über das Stresshormon Cortisol) und die Herzfrequenz, was zu Gesundheitsproblemen führen kann.
    • Pathologisches und suchterzeugendes Spielen kann auch die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen und die Konsequenzen deiner Taten einzuschätzen, vermindern.
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    Zu deiner Spielsucht stehen. Du solltest weder deine Finanzen noch dein Spielen verheimlichen. Mach dir selbst und andern nichts vor in Bezug auf das für das Spielen ausgegebene Geld.

    • Bezahle Rechnungen, sobald du die dafür bestimmten Mittel hast.
    • Schreib auf, wie viel Geld du verloren hast und führe eine Liste der laufenden Ergebnisse. Wenn du die Verluste einer Spielsitzung zusammengezählt hast, mach eine Liste der Dinge, die du mit diesem Geld hättest kaufen können, oder anderer Schulden, die du damit hättest abzahlen können.
    • Gestehe es dir selbst und anderen ein, wenn du gespielt hast.